Sexual Correctness: Die Modernisierung antifeministischer by Simon Möller (auth.)

By Simon Möller (auth.)

Der Diskurs über Sexual Correctness wird in diesem Buch mittels einer Printmedienanalyse als politisch funktionale Konstruktion eines modernisierten Antifeminismus entlarvt. Die Diskurse über Political and Sexual Correctness sind in den 90er Jahren zum kulturellen Allgemeingut geworden. Ausgehend von der those, daß es sich dabei um funktionale Medienkonstrukte handelt, geht die mit diesem Buch vorliegende Diskursanalyse meinungsbildender Printmedien den folgenden zentralen Fragen nach: Handelt es sich bei dem Sexual-Correctness-Diskurs vornehmlich um die "Modernisierung" regulate sexistischer Stereotypen? Welche Muster sprachlicher Inszenierung ermöglichten es, daß sich ein neuer, vehementer Antifeminismus so erfolgreich gegen Kritik immunisieren konnte? Entlang der unterschiedlichen Aspekte - vom Beschäftigtenschutzgesetz bis zum movie "Der Campus" - analysiert das Buch die Hintergründe und Strategien dieses Themas.

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Sexual Correctness: Die Modernisierung antifeministischer Debatten in den Medien

Der Diskurs über Sexual Correctness wird in diesem Buch mittels einer Printmedienanalyse als politisch funktionale Konstruktion eines modernisierten Antifeminismus entlarvt. Die Diskurse über Political and Sexual Correctness sind in den 90er Jahren zum kulturellen Allgemeingut geworden. Ausgehend von der those, daß es sich dabei um funktionale Medienkonstrukte handelt, geht die mit diesem Buch vorliegende Diskursanalyse meinungsbildender Printmedien den folgenden zentralen Fragen nach: Handelt es sich bei dem Sexual-Correctness-Diskurs vornehmlich um die "Modernisierung" adjust sexistischer Stereotypen?

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Damit hat sie den so verarbeiteten Ideologien zu groBerer Offentlichkeit und schein barer Legitimitat verholfen und zur Integration der auBersten Rechten in die Parteiendemokratie beigetragen. Nach dem Nachlassen der Integrationskraft der Union ftir rechte Gruppierungen, durch das Ausbleiben einer deren Ansicht nach ,wirklichen' ,geistig-moralischen Wende' (vgl. Graefenl KreftlUske 1988: 13-20), wandten diese sich von ihr abo Geblieben ist jedoch der den Positionen der Neuen Rechten verschaffte Platz im Offentlichen politischen (Medien-)Diskurs.

Sie zwingen den etablierten Parteien das Gesetz des politis chen Handelns auf. [... ] Die Altemativen formieren den Trend, sie bestimmen maBgebend die Themen der Diskussion, sie definieren die PrioriUiten der Politik [... ]" (Rohrmoser 1985: 18). In den Reihen der Union selbst war es Heiner GeiBler, der bereits im Jahre 1986 in einem Femsehgesprach die Wichtigkeit der Bedeutungsklimpfe fiir die Politik betonte: "Es geht heute nicht mehr darum, BahnhOfe, sondem darum, Begriffe zu besetzen ... Nicht die Taten bewegen die Menschen, sondem die Worte tiber die Taten.

Aufgrund gesellschaftlicher Geschlechterstereotypen) vorausgesetzt wird37 • Diese Zustimmung sollte vielmehr "in einem kommunikativen ProzeB ausgehandelt werden" (Zippel 1996: 92). '" (Fassin 1995: 97) -, und VerstOBe wurden mit hochschulinternen Sanktionen belegt. Die Reaktionen auf die ,Antioch Rules' in den US-Medien waren so heftig, schreibt Stan (1995: xlii), als ob es sich urn die Vorlage eines Ausschusses des Reprasentantenhauses und nicht urn den internen Kodex eines Colleges mit 650 Studierenden gehandelt hatte 3S • Dabei ist Diederichsens (1996: 18 f) Einschatzung weitaus treffender, daB durch solche hochschulinterne Regeln eine ,automatische' Strafverfolgung von Gewalttatern tatsachlich eher verhindert wird, da sich die Hochschulen durch ihre internen Kodizes selbst einen gewissen Ermessensspielraum zubilligen, Tater den Strafverfolgungsbehorden zu melden oder selbst eine DisziplinarmaBnahme zu verhangen.

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